Die freie Wahl

  • Beitrags-Kategorie:Dialog mit Gott

Die freie Wahl

Gerade beim Tanzen hatte ich plötzlich das Gefühl, dass Gott als Licht von oben durch mich ein- und durch meinen Herzraum wieder ausgeströmt ist. Ich hatte das ganz klare Gefühl, dass er bereit ist, mich zu führen in meiner Selbstständigkeit, meiner Wohnsituation und in dem, was ich so gerne mit der Welt teilen würde. Wenn ich das so schreibe, fühlt es sich falsch an, zu sagen, dass ER bereit ist, mich zu führen. Es fühlt sich vielmehr wahr an: „ICH bin jetzt gerade im Augenblick bereit, mich führen zu lassen. Mich hinzugeben in meine Zukunft, mein Schicksal… meine Bestimmung. Deshalb kann ich ihn wahrnehmen. Weil ich offen bin für ihn.“

Ob Gott „er“ oder „sie“ ist, ist vielleicht in gewisser Weise egal. Für mich fühlt er sich grade männlich an, deshalb schreibe ich „er“. Und ich glaube, dass „die Göttin“ für mich andere Qualitäten, verkörpert, die ich erst noch weiter entdecken möchte. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass sie sehr viel mit mir selbst zu tun hat und da schrecke ich noch ein bisschen zurück; kann sie aber immer wieder auch schon recht klar spüren. Ich fühle sie als meine weibliche göttliche Frau in mir. Sie will durch mich geboren werden und hat mich gleichzeitig schon so viele Male immer wieder neu geboren. Sie ist das Feuer, das durch mich hindurch in die Welt hinauswirken, heilen, lieben, umarmen, halten, voll und ganz sie selbst sein will.

Zurück zu meiner Begegnung mit Gott:

Ich habe ihn gefragt, warum er nicht jedem so erscheint.

Seine Antwort war, weil jeder die freie Wahl haben soll, selbst zu entscheiden, wie er oder sie ihr Leben gestalten möchte. Er ist da, wenn nach ihm gefragt wird. Aber er möchte sich nicht aufdrängen. Jeder soll selbst wählen können. Im Grunde ist es ihm auch egal, wer welchen Weg für sich entscheidet. Er weiß zutiefst, so wie es kommt soll es sein und ist es „richtig“ – wobei er es nicht mit diesem Wort ausdrücken würde. Es ist einfach das, was es ist und das Zusammenspiel aller Komponenten entspringt einer ureigenen Ästhetik und Schönheit.

Für ihn hat auch keiner der so zahlreichen individuellen Wege einen höheren Wert als der andere. Sie sind in ihrem Wert neutral. Letztlich geht es um die freie Wahl. Aus seiner Perspektive heißt das, jedem die freie Wahl zu lassen und aus unserer menschlichen Perspektive heraus geht es darum, frei zu wählen – bewusst oder unbewusst – zu unserem eigenen Besten oder auch zu unserem eigenen Leiden – wissend oder unwissend. Ganz wie wir es eben wählen.

Namasté.

Was macht dieser Artikel mit dir?

In diesem Sinne für .frei.geist. und mehr LebensLust:

Ich wünsche dir eine klare Wahl für deinen Tag.

Alles Liebe
Deine Franzi

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Konfrontation mit dem Alltag nach einer Auszeit
Guatemala 2022

Konfrontation mit dem Alltag nach einer Auszeit

  • Beitrags-Kategorie:Gemischtes

Konfrontation mit dem Alltag nach einer Auszeit

Gerade bin ich zurückgekehrt aus einem 3-wöchigen Urlaub in Guatemala. Anderes Land, andere Leute, anderer Lebensstil,… Viele neue Erfahrungen und Eindrücke. <3

Man sollte meinen – und ich merke, mein Umfeld erwartet das – dass ich nach so einem Urlaub entspannt und freudig strahlend zurück in den Alltag starte. Das ist bei mir aber gerade nicht so. Vielmehr konfrontiert mich die Zeit außerhalb meines normalen Lebens mit allem, was, wenn ich ganz ehrlich mit mir bin, nicht 100%ig passt.

Zum Beispiel empfinde ich meinen Beruf auf der Baustelle gerade als ungeheuer anstrengend und die Gespräche als stumpf und oberflächlich im Vergleich zu den tiefgehenden, wirklich auf Interesse basierenden Kontakten während meiner Reise. Überhaupt merke ich, wie eng das Mindset und die Gesprächsebene mit vielen Menschen hier ist.

Ich spüre, wie oft ich für Arbeitsziele so tue, als würde ich zuhören, obwohl es mich einfach nicht interessiert, welches Hotel welchen Service hat und wie toll das Buffet war oder wie beeindruckend die Karriere der eigenen Tochter ist. Im Urlaub hätte ich mir wenig „geschissen“, in Kontakt gebracht, dass ich nicht weiter zuhören möchte und wäre wo anders hingegangen. Im Alltag harre ich aus und hoffe, dass die Baustelle dann besser laufen wird, wenn ich für das Gespräch zur Verfügung stehe und glaube tatsächlich, dass es in gewisser Weise zu meinem Jobprofil dazu gehört, mir das anzutun. Ich erstarre. Ich übergehe mich selbst. Ich spiele dem anderen etwas vor. Warum? Warum wirklich?

Mit ein bisschen Abstand bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass mich die Menschen deutlich ernster nehmen würden, wenn ich einfach klar bei mir bleiben würde und zu dem stehen könnte, was für mich interessant ist und was nicht.

Jede Woche einen ähnlichen festen Alltag zu haben und immer wieder zwischen dem Baustellenumfeld und meiner Selbstständigkeit wechseln zu müssen, zieht mir auch wahnsinnig viel Energie und lässt mich nie wirklich in einen sich aufbauenden Flow kommen. Es ist eher ein wöchentliches Loslaufen, wieder voll auf die Bremse treten und in den anderen Tätigkeitsbereich eintreten, ein mich davon wieder erholen und zu mir finden, ein erneutes Anknüpfen und Weiterlaufen bevor direkt wieder die nächste Bremse kommt. Das macht mich unzufrieden und erscheint mir so sinnlos und uneffektiv. Ich weiß definitiv, dass es mich so nie zu den umfassenderen Zielen und Wahrnehmungen bringen wird, die ich innerlich habe.

Auf der anderen Seite bietet mir mein Bauleitungsberuf aber auch viele Vorzüge: Ich verdiene so viel, dass ich entspannt und für mich gut davon leben kann und kenne noch die krassen Existenzängste, die ich vor etwa 1,5 Jahren während meiner Arbeitslosigkeitsphase hatte (obwohl sie bewusst gewählt war und real keine wirkliche Gefahr bestand). Mein Chef lässt mir so viele Freiheiten, wie nur irgendwie möglich sind und ich schätze ihn generell als Mensch und in seiner Führungsrolle. Wie leicht es ist, bei Bedarf, wenn es mit der Selbstständigkeit alleine nicht klappen sollte, wieder etwas ähnliches zu finden, weiß ich nicht. Aber will ich nur in Sicherheit leben und meiner Angst Freiraum lassen oder mich ihr konsequent stellen und ins Vertrauen finden?

Außerdem wünsche ich mir mehr Gemeinschaft: Real gelebte, reife, wache Gemeinschaft mit Menschen, die Lust haben auf ein integres und authentisches miteinander in Kontakt gehen, die Verbindungen wirklich aufbauen und pflegen und aktiv gemeinsam gestalten und immer wieder neu anpassen wollen. Was auch wundervoll wäre, wäre, gemeinsame Projekte umsetzen, die unsere Welt in irgendeiner Form ein Stückchen reicher und wertvoller machen. Meine überwiegende Isolation und das Alleine sein in meiner Wohnung tut mir nach etwa 10 Jahren, die ich diesen Lebensstil jetzt schon so führe, und nach 2 Jahren Corona wirklich nicht mehr gut.

Aber wo und wie lebendige Gemeinschaften finden, die zu mir passen und Lust haben? Damit verbunden wäre vielleicht ein Wohnortwechsel und berufliche Veränderung, wobei es da ja vielleicht eh an der Zeit für Veränderung ist. Puh… Einige größere Dinge, die nach klaren Gedanken, Entscheidungen und Lösungen und meinem Handeln rufen.

Ich habe Angst, meine neu gewonnene Herzoffenheit, mein Gefühl für die Energie, die frei durch mich hindurchfließt und mich auch irgendwie führen möchte und dieses Gefühl von Freiheit wieder zu verlieren und abzustumpfen in meinem Alltag.

Mein Fazit aus dem Urlaub: Ich konnte dort vieles leben, wonach ich mich bewusst oder unbewusst sehne. In gewisser Weise bin ich dankbar für den sehr sehr ehrlichen Spiegel, der mir gerade vorgehalten wird. Und ich kann jeden verstehen, der nicht nur erholt und strahlend aus dem Urlaub wieder in den Alltag übergeht, sondern innehält und erstmal mit einer nicht so rosigen Reflektion zu seinem oder ihrem konfrontiert ist.

Aber natürlich auch ein enormes Potential…

Ich lasse das ganze mal wirken und sich weiter sortieren… Irgendwie ist auch schon so eine feine Neugierde und damit verbunden eine Lust auf das was kommen wird da. Ich bin gespannt…

Und – um nicht nur meine eine Perspektive mit reinzubringen – ist es glaube ich echt eine schöne Bestätigung dafür, dass alles wirklich passt, wenn man aus dem Urlaub kommt, voll erholt ist und dieses Gefühl einfach noch weiter mit in den Alltag reintragen kann ohne irgendwelche Konfrontationen.

UND… Was mir gerade auch noch kommt… Ansich auch ein cooler Spiegel, den ich gerade erfahre, weil er ja bedeutet, dass ich in Guatemala anders gelebt, mich anders verhalten und anders entschieden habe, als ich es üblicherweise tue. Zum einen war es ein Anliegen von mir, mich in meinem Urlaub echt zu zeigen und offensichtlich ist mir das echt gut geglückt. Jetzt im Alltag kommt noch die Macht meiner Gewohnheiten und der Einfluss meiner liebsten Menschen, die mich mit einem bestimmten Blick betrachten, hinzu. Aber irgendwo ist das Neue ja auch schon vorhanden.

Schritt für Schritt alles langsam und in kleinen Schritten… Dafür mit Beständigkeit und liebevoller Achtsamkeit.

„Wonach sehnst du dich?“

Danke dir für’s zu“lesen“. 😉

In diesem Sinne für mehr .frei.geist. und mehr LebensLust:

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag, ehrliches Hinschauen und konstruktives Eingestehen. <3

Alles Liebe
Deine Franzi

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Was bedeutet Freiheit für dich?

Freiheit in zwischenmenschlichen Beziehungen

Teil 1. Was bedeutet Freiheit für dich?

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Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auszuwählen und entscheiden zu können.

-Wikipedia

Das ist die Definition, die man auf Wikipedia findet.

Aber was bedeutet Freiheit für dich?

Diese Frage klingt vielleicht erst einmal banal und vielleicht fragst du dich, warum es mir wichtig erscheint, diese Frage zu stellen.

Mit Sicherheit hat jede*r von uns eine individuelle Vorstellung davon, was Freiheit im Allgemeinen und Freiheit in Beziehungen für ihn bedeutet. Aber diese Vorstellungen können von Mensch zu Mensch mitunter sehr unterschiedlich sein und bei den meisten Menschen ist es wohl eher ein vages Gefühl, das sich mal erfüllt und mal eher unerfüllt anfühlt, ohne dass ihnen wirklich bewusst ist, was dahinter steht. Um nicht aneinander vorbeizureden und um schmerzhafte Missverständnisse in der Kommunikation und Verbindung mit anderen Menschen zu vermeiden, lohnt es sich daher, einmal genauer hinzuschauen. Die folgenden Fragen sollen dich einladen, dein Verständnis vom Wert „Freiheit“ für dich zu klären und in dein Bewusstsein zu holen:

  1. Was bedeutet
    • Körperliche
    • Geistige
    • Seelische

Freiheit im Allgemeinen für dich?

  1. Bist du in deinem Alltag gemäß deiner eigenen Definition von allgemeiner Freiheit auf
    • Körperlicher
    • Geistiger
    • seelischer

Ebene frei? Falls nicht, was müsste anders sein, damit du dich frei fühlen würdest?

  1. Was bedeutet
    • Körperliche
    • Geistige
    • seelische

Freiheit in Beziehung mit anderen Menschen für dich?

  1. Bist du in deinem Alltag gemäß deiner eigenen Definition von Freiheit in Beziehung zu anderen Menschen auf
    • Körperlicher
    • Geistiger
    • Seelischer

Ebene frei? Falls nicht, was müsste anders sein, damit du dich frei fühlen würdest?

Hast du deine Antworten auf die Fragen gefunden?

Wenn ja: Mein Respekt!

Sich in der Tiefe und nicht nur oberflächlich mit derartigen Fragen und Antworten auseinander zu setzen, ist anstrengend und erfordert Mut. Unser Gehirn kann nur etwa 20 Minuten lang wirklich konzentriert nachdenken und versucht in der Regel, Energie zu sparen. Es kann also gut sein, dass sich in dir etwas sträubt – dass eine Unlust aufkommt – dass du den Impuls in dir verspürst, andere Dinge zu tun, die zuvor noch völlig irrelevant waren, wenn du tiefer in die Thematik einsteigen möchtest.

Das ist völlig normal. Auch mir ging es so, als ich die Fragen für mich beantwortet habe. Und es ist auch ok, diesem Impuls immer mal wieder nachzugeben…

Schön ist es trotzdem, wenn wir unserem Flüchten immer mehr auf die Schliche kommen und langfristig eine bewusste Wahl treffen, wer wir in unserem Leben sein wollen: Jemand, der sich mit dem Strom treiben lässt, selbst keine klare Position einnimmt und sein Leben dadurch vor allem von äußeren Meinungen, den gegenwärtigen Umständen und den Wünschen anderen Menschen gestalten lässt? – Oder jemand, der bewusst entscheidet, wann es an der Zeit ist, mit dem Strom zu schwimmen, wann es an der Zeit ist, im Strom stehen zu bleiben und wann es an der Zeit ist, auch mal gegen den Strom zu schwimmen?

Was unterscheidet den einen vom anderen?

Zweiteres beschreibt einen Menschen, der in sich klar ist: Einen Menschen, der weiß, nach welchen Werten er lebt – sich selbst gegenüber, in Verbindung mit anderen Menschen und im Zusammenspiel mit der Welt. Er hat eine klare Position und Ausrichtung, die von äußeren Umständen unberührt bleibt, weil ihn seine eigene innere Wahrheit führt.

Das erfordert Mut. Es kann auch mal unangenehm sein. Es kann herausfordern. Es kann konfrontieren. Es kann dein zwischenmenschliches Umfeld verändern.

Und gleichzeitig liegt nur darin echte Freiheit:

Zu sich zu stehen. Eine klare, verlässliche Meinung nach innen und außen zu vertreten. Mit jeder Herausforderung und jedem Konflikt wieder ein Stück reifer, wacher und selbstbewusster zu werden. Mit der Zeit zu einem Fels in der Brandung zu werden, der sein Leben nach seinen Werten, Vorstellungen und Wünschen selbst gestaltet und mit Rückgrat lebt.

Wenn du dich entscheidest, deine Freiheit zu finden und zu leben, ist das enorm kraftvoll und ein erster Schritt in die Klärung deines Wertesystems. Denn natürlich ist der Wert Freiheit nur einer von vielen, die dir wichtig sein können.

Meistens löst es erst einmal ein Gefühl von Enge und Verkrampfung aus, sich Fragen zum eigenen Wertesystem zu stellen. Sobald du deiner Wahrheit bezüglich der Bedeutung eines Wertes näherkommst, wird sich dieses Gefühl dann in eine neue Klarheit und Freiheit hinein entspannen. Eine Klarheit, die wie ein Stern am Horizont wirken wird, nachdem du dich auf deinem Weg des Lebens ausrichtet hast. Der dir zeigt, wie du auf innere und äußere Umstände antworten kannst und dir selbst dabei treu bleibst. Wenn dir dein eigenes Wertesystem bewusst ist, vermeidest du Missverständnisse und eine unklare Kommunikation über vage Gefühle mit anderen Menschen, was meistens nur Zeit kostet und Unzufriedenheit oder Spannungen auslöst.

Die Fragen in diesem Artikel und auch die noch folgenden Blogartikel zum Thema Freiheit in Beziehungen sind eine Einladung von mir an dich um den Weg hin zu deiner echten Freiheit zu gehen: Schritt für Schritt, jeder einzelne Schritt zählt.

Wenn dich meine Antworten auf die Fragen interessieren, findest du sie als Inspiration und Möglichkeit, mich besser kennen zu lernen, am Ende dieses Artikels.

Hier möchte ich nur auf zwei scheinbare Paradoxe eingehen, die bei mir bei genauerer Betrachtung an die Oberfläche kamen:

Körperliche Freiheit im Allgemeinen bedeutet für mich, komplett frei zu sein von jeglichen körperlichen Einschränkungen, wie Verboten, Krankheiten, aber auch von natürlichen Bedürfnissen wie Essen, Trinken und Schlafen. Das bedeutet, dass ich meine Definition von körperlicher Freiheit nicht erleben kann, solange ich an einen menschlichen Körper gebunden bin. In einem von meinem menschlichen Körper losgelösten Seins-Zustand kann ich körperliche Freiheit jedoch auch nicht mehr erleben, weil mir das Mittel zur Wahrnehmung von körperlicher Freiheit fehlen würde.

In Bezug auf die Freiheit in Beziehungen habe ich lange geglaubt, dass Freiheit in Beziehungen für mich bedeutet, sich gegenseitig Distanz zuzugestehen; den anderen also nicht einzuengen oder zu „klammern“. Bei genauerem Hinsehen habe ich festgestellt, dass das nur meinen körperlichen und geistigen Freiheitsbegriff erfüllt. Auf seelischer Ebene wünsche ich mir ein immer tieferes Erwachen mit und durch den anderen – ein sich gegenseitig wahrhaftig Sehen, Erkennen und sich Annehmen mit allem, was ist. Daraus erhoffe ich mir ein immer tieferes Kennenlernen und Erfahren, wer ich wirklich bin und wer der andere wirklich ist. Das bedeutet für mich seelische Freiheit.

Sie entsteht also nicht aus einer Distanz heraus, sondern durch tiefste Nähe…

Ich bin gespannt, auf welche spannenden Erkenntnisse du beim Nachwirken lassen und bei deiner eigenen Forschungsreise zu deinem Freiheitsbegriff kommen wirst. Es würde mich sehr freuen, wenn du deine Gedanken und Aha-Erlebnisse mit mir und der Community teilen möchtest.

In diesem Sinne für mehr .frei.geist. und mehr LebensLust:

Genieße deinen Tag in Freiheit!

Alles Liebe
Deine Franzi

Meine Antworten auf die obigen Fragen:

1.

  • Mich ohne jegliche Einschränkung bewegen können, wann wo und wohin und wie ich möchte. Körperlich gesund und fit sein, sodass ich ungehemmt alles machen kann, was ich möchte.
  • Mich uneingeschränkt geistig entfalten können. Mir das Wissen aneignen können, das mich interessiert. Die Möglichkeit haben, auf jegliches Wissen, was mich interessiert zuzugreifen. Meine Gedanken und Meinungen öffentlich ohne Angst vor Bestrafung oder gesellschaftlicher Ächtung kundtun dürfen und damit akzeptiert und respektiert werden.
  • Meinem Seelenplan folgen können, egal in welche Richtung er mich führt. Mein Leben aus mir selbst heraus gestalten und meiner inneren Freude folgen, anstatt mich von außen Fremdsteuern zu lassen oder einen Weg wählen, bei dem ich meinen inneren Ängsten ausweiche, in meiner Komfortzone bleibe, aber damit unglücklich bin, anstatt durch die Angst hindurchzugehen und meiner höchsten und freudvollsten Vision zu folgen.

2.

  • Seit dem Ende meiner Festanstellung bin ich zwar deutlich freier darin, zu wählen, was ich wie, wo, wann umsetzen möchte und kann z.B. oft im Stehen statt im Sitzen arbeiten, wenn ich das möchte. Trotzdem gibt es Zwänge, wie z.B. schauen, dass die Finanzen passen, Essen, etc. Um körperlich komplett frei zu sein, dürfte ich keinen Körper mehr haben, weil solange ich einen Körper besitze, muss ich beispielsweise Essen und Schlafen. In dem Moment, in dem ich keinen Körper mehr besitze, kann ich auch nicht mehr körperlich frei sein, weil ich nicht mehr in der Lage bin, körperliche Freiheit überhaupt zu erfahren.
  • Zum Großteil ja. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass wir eine komplette Meinungsfreiheit in Deutschland haben, mich persönlich schränkt das aber nicht ein, weil ich in dem Rahmen, in dem ich mich bewege, meine Meinung frei äußern kann. Nur meine eigene Angst vor Ablehnung hält mich manchmal davon ab, immer und überall komplett ehrlich meine Meinung kundzutun.
  • Ich habe das Gefühl immer mehr auf meinem Seelenweg anzukommen und diesen zu gehen. Wenn mir die Ängste bewusstwerden, gehe ich immer häufiger direkt durch sie hindurch und es ist für mich mittlerweile keine Option mehr, mich längerfristig von meinen Ängsten abhalten zu lassen, meinen wahren Zielen zu folgen.

3.

  • Wie 1.1, was konkret bedeutet, ohne Zwang und Stress wählen können, in welchem Maße ich gerade körperliche Distanz und Nähe mit dem anderen teilen möchte und in welcher Form.
  • Wie 1.2, was konkret bedeutet, ohne Zwang und Stress wählen können, in welchem Maße ich gerade geistige Distanz und Nähe mit dem anderen teilen möchte und in welcher Form und vom anderen darin respektiert werde. Geistige Freiheit in Beziehung erlebe ich, wenn ich mich weder durch die gesellschaftlichen Konditionierungen, noch durch Verbote / Gebote / Wünsche vom anderen, noch durch meine eigenen Ängste davon abhalten lasse, alle Gedanken, die in mir sind, da sein zu lassen, egal in welche Richtung sie gehen (z.B. andere Männer auch attraktiv finden dürfen).
  • Seelische Freiheit in Beziehung bedeutet für mich, den anderen wirklich komplett so anzunehmen, wie er ist und umgekehrt auch vom anderen komplett so angenommen zu werden, wie ich bin. Mit allem echt da sein zu dürfen, was sein will. Über Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren, sie bei gemeinsamer Übereinstimmung in der Zweisamkeit zu integrieren und bei Differenzen den anderen in dem Punkt einfach in Liebe loszulassen, nicht zu versuchen, das Bedürfnis über den anderen befriedigen wollen, sondern zu sich zurückzuholen und im Kontakt mit sich selbst zu erfüllen. Seelische Freiheit bedeutet für mich auch, immer mehr zu meinem wahren Kern zu finden und im Kontakt mit einem anderen Menschen mich spiegeln, meine Schatten aufzeigen zu lassen, diese anzunehmen, zu integrieren und somit mein wahres Wesen über den Kontakt zu dem anderen Menschen immer tiefer zu befreien. Ich erfahre seelische Freiheit im intensiven und wahrhaftigen Kontakt mit meinem Gegenüber.

4.

  • Manche Menschen setzen mir körperliche Grenzen, z.B. dahingehend, wie viel physischen Kontakt sie teilen möchten, wie oft man sich sieht. Hier kann ich mein Bedürfnis nicht komplett frei ausleben und werde mit meinen Ängsten konfrontiert. Ändern kann sich die Situation, indem entweder der andere seine Grenze anpasst, was aber nicht der Weg sein kann, weil ich sonst meine Definition von seelischer Freiheit missachte. Von dem her darf ich mir meine Ängste anschauen, sie da sein lassen und mich darüber befreien und meine körperliche Freiheit in anderer Richtung ausleben.
  • Von anderen Menschen her fühle ich mich geistig freigelassen. Was mich von geistiger Freiheit trennt, sind meine eigenen Konditionierungen, die mir nicht erlauben, komplett frei in jede Richtung zu denken. Ich müsste diese Konditionierungen loslassen und bereit sein, die Konsequenzen, nämlich evtl. soziale Ächtung etc. in Kauf zu nehmen.
  • Meiner Meinung nach ist seelische Freiheit ein Zustand, dem wir uns in unserem menschlichen Dasein nur immer weiter nähern können, den wir aber nie komplett dauerhaft erreichen können. Sonst wären wir erleuchtet. Von dem her kenne ich den Geschmack von seelischer Freiheit aus Meditationen und ich sehe es als eine der schönsten Aufgaben des Lebens, mich diesem Zustand immer weiter anzunähern und alle Herausforderungen auf dem Weg anzunehmen. Für seelische Freiheit muss man meiner Meinung nach jegliche Ego-Aspekte, wie z.B. recht haben wollen, vollständig dauerhaft loslassen.
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